Wien Holding News
KunstHausWien2025: Grüner denn je!
Erfolgreiche Bilanz 2024: mehr Besucher*innen – weniger CO2 Programm 2025: Personalen von Mika Rottenberg und Julius von Bismarck; prozessbasiertes Ausstellen im Projektraum Garage
Mika Rottenberg eröffnet mit Antimatter Factory im Frühjahr 2025 den Ausstellungsreigen im KunstHausWien, einem Museum der Wien Holding. Mit viel Ironie verpackte Kapitalismuskritik trifft hier auf globalisierten Konsum und Plastikwelten. Es ist der Auftakt zu einer Auseinandersetzung des Museums mit Nachhaltigkeit in all ihren Facetten, von Wachstumskritik über soziale Fürsorge und Teilhabe bis zu Partizipation und Community Outreach.
Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke: "Für Wien hat die Klimaneutralität 2040 oberste Priorität. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir alle Kräfte mobilisieren. Mit dem nachhaltigen Umbau und dem Umstieg auf erneuerbare Energieversorgung hat das KunstHausWien einen wichtigen Beitrag geleistet. 2025 kann sich das Museum der Wien Holding damit gestärkt seiner eigentlichen Aufgabe widmen: seine Besucher*innen über die Mittel der Kunst für eine nachhaltige Lebensweise und einen sorgsamen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren."
Veronica Kaup-Hasler, Stadträtin für Kultur und Wissenschaft: "Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft. Kultur, künstlerische Arbeit und eine klimagerechte Kulturpolitik leisten hier einen wesentlichen Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Das KunstHausWien zeichnet sich durch ressourcenschonendes und umweltfreundliches Arbeiten aus. Mit seinem vielfältigen Ausstellungsprogramm, Vermittlungsangebot und nicht zuletzt der Klima Biennale Wien zeigt sich das KunstHausWien als treibende Kraft für eine nachhaltige Entwicklung und trägt so wesentlich zur Sensibilisierung ökologischer Themen und Handlungsweisen bei."
"Die Wien Holding vereint die Bereiche Immobilien, Digitales, Mobilität, Kultur und Sport unter einem Dach und kann so gezielt auf viele Herausforderungen der Klimakrise reagieren. In diesem Verbund ist das KunstHausWien ein Vorzeigeprojekt, das uns mit Blick auf seinen Gründer Friedensreich Hundertwasser neue Zugänge zur Auseinandersetzung mit Ökologie eröffnet", so der Geschäftsführer der Wien Holding, Kurt Gollowitzer.
Gerlinde Riedl, Direktorin des KunstHausWien: "Die alarmierenden Ankündigungen auf nationaler wie globaler Ebene, die Klimaschutzmaßnahmen drastisch zurückzufahren, bestärken das KunstHausWien in seiner Positionierung: Als Zentrum für zeitgenössische Kunst und Ökologie und einziges Hundertwasser-Museum in Österreich werden wir 2025 unsere Arbeit für eine klimagerechtere Zukunft mit großer Überzeugung fortsetzen - gemeinsam mit zwei der innovativsten Künstler*innen der Gegenwart, einem ambitionierten Vermittlungsprogramm sowie mit transdisziplinären Ausstellungen im Projektraum Garage, bei denen die Gemeinschaft im Mittelpunkt steht. Nach zwei herausfordernden Jahren, in denen wir wichtige Meilensteine für das KunstHausWien erfolgreich umgesetzt haben, freuen wir uns auf dieses Jahr der Konsolidierung unserer Positionierung!"
Erfolgsbilanz 2024
Das KunstHausWien blickt auf ein Jahr großer Herausforderungen und Erfolge zurück: Die erste und einzige umfassende Sanierung in der Geschichte des Museums konnte innerhalb des geplanten Zeitraums und Budgets abgeschlossen und die erste Klima Biennale Wien erfolgreich durchgeführt werden. Nach der Wiedereröffnung wurde das Museum regelrecht gestürmt: Knapp 12.000 Menschen nahmen den freien Eintritt während der Opening Days von 29. Februar bis 3. März wahr, um das nachhaltig sanierte Gebäude zu besichtigen. Insgesamt verzeichnete das Museum in den zehn Monaten seit seiner Wiedereröffnung im Jahr 2024 127.502 Besucher*innen in den Ausstellungen und Veranstaltungen im Haus. Davon partizipierten rund 10.000 Personen an den vielseitigen Programmpunkten - von geführten Touren über Yoga- und Atem-Workshops bis hin zu Prater-Walks oder dem Wiener Ferienspiel. 50.822 Besucher*innen sahen darüber hinaus die Ausstellungen bei freiem Eintritt im Projektraum Garage. Die 2024 ins Leben gerufene Klima Biennale Wien erreichte mit ihrem umfangreichen Programm gemeinsam mit mehr als 100 Partner*innen rund 225.000 Besucher*innen.
Ausblick 2025
Seit seiner Wiedereröffnung 2024 positioniert sich das KunstHausWien verstärkt als Ort der Auseinandersetzung von multimedialer zeitgenössischer Kunst mit Themen der Ökologie, der Nachhaltigkeit und der Klimakrise – eine Ausrichtung, die gerade in Hinblick auf die globalen und nationalen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen neue Brisanz erfährt. Wesentliche Elemente des diesjährigen Programms sind die Vertiefung der Auseinandersetzung von Kunst mit Umwelt, Nachhaltigkeit und Zukunftsbildung – etwa in den Ausstellungsprojekten von Mika Rottenberg und Julius von Bismarck –, die Reflexion über das eigene Tun in der akademischen Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste Wien, aber auch prozessbasierte Ausstellungen im Projektraum Garage als Ort für zeitgenössische Kunst an der Schnittstelle von Ökologie, Gemeinschaft und (sozialer) Nachhaltigkeit.
Als Fortsetzung der Nachhaltigkeitspraxis im gelebten Alltag durchläuft das KunstHausWien derzeit das Lizensierungsverfahren für Green Events. Es wird somit künftig einerseits selbst nachhaltig zertifizierte Events durchführen, darüber hinaus aber auch andere Institutionen bei der Veranstaltung von Green Events beraten und zertifizieren. Als erstes Green Event des Museums wird die Eröffnung der Ausstellung von Mika Rottenberg am 26. Februar 2025 angepeilt.
Zu den Ausstellungen
Mit Antimatter Factory präsentiert das KunstHausWien von 27. Februar bis 10. August 2025 einen umfassenden Einblick in das vielseitige Schaffen von Mika Rottenberg, darunter ihre bekanntesten Filme und Installationen, eine Auswahl kinetischer, teils interaktiver Skulpturen mit surrealen Funktions- und Materialkompositionen sowie ihre jüngste Werkgruppe Lampshares aus dem Jahr 2024. Die Arbeiten der in Israel aufgewachsenen und in New York lebenden Künstlerin zeigen mit absurd-entwaffnendem Humor die skrupellose Ausbeutung von Menschen und Ressourcen in einer hyperkapitalistischen Welt. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum Tinguely in Basel und den Lehmbruck Museum in Duisburg.
In kraftvollen Bildern, technischen Erfindungen und außergewöhnlichen Experimenten befragt Julius von Bismarck in Look What You Made Me Do von 10. September 2025 bis 8. März 2026 die menschliche Wahrnehmung und das Verhältnis von Mensch und Natur. Ob Stürme, Blitze, Wassermassen oder Feuer – elementare Naturgewalten und umfangreiche Forschungsreisen sind oftmals Ausgangspunkt seiner Werkgruppen, die eine künstlerische Perspektive mit wissenschaftlichen und technischen Ansätzen kombinieren.
Transdisziplinäre und prozessbasierte Ausstellungen laden in der Garage bei freiem Eintritt zur aktiven Teilnahme ein. 2025 finden hier die Projekte Plastic Matters in Zusammenarbeit mit Precious Plastic Vienna und Fantoplast, sowie Grüne Wäsche Wien, eine Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste Wien, und eine Ausstellung des Kollektivs Fuzzy Earth statt.
Plastic Matters zeigt Möglichkeiten und Potenziale des Werkstoffs Plastik abseits industrieller Verwertungsprozesse auf und knüpft damit thematisch an den Arbeiten Mika Rottenbergs an. Workshops zur Kunststoffwiederverwertung schärfen das Bewusstsein der zunehmenden Plastik-Problematik.
Mit Grüne Wäsche Wien befragt das KunstHausWien das Spannungsfeld zwischen (fehlenden) Klimaschutzmaßnahmen und Greenwashing und stellt dabei Bezüge zur Geschichte des Weißgerberviertels her: früher dominierten Gerbereien, heute prägt der Tourismus das Straßenbild.
Fuzzy Earth folgen den stillen und uralten Spuren des Phosphors – vom geopolitisch konfliktreichen Abbau, dem Einsatz als landwirtschaftliches Düngemittel, bis hin zu den ökologischen Auswirkungen auf unsere Umwelt.
Das Garagen-Programm startet gemeinsam mit Mika Rottenberg am 26. Februar.
Vermittlung und Outreach
Im Rahmen eines vielseitigen Vermittlungs- und Outreach-Programms fokussiert das KunstHausWien auf einen breiten Dialog mit Wissenschaftler*innen, Künstler*innen sowie Expert*innen des Alltags und lädt Besucher*innen ein, sich aktiv einzubringen und mitzugestalten. Geplant sind etwa von Künstler*innen angeleitete Workshops, Gespräche und Dialogformate sowie ein vielfältiges Angebot für Familien und Schulklassen. Zudem setzt das KunstHausWien auf einen Ausbau des inklusiven Angebots mit Touren in Österreichischer Gebärdensprache gedolmetscht, Tastobjekten und eigenen Tast-Rundgängen in einem nicht gerade barrierearmen Gebäude.
Mit Blick auf das Jahr 2026 laufen im KunstHausWien außerdem bereits intensive Vorbereitungen für die zweite Ausgabe der Klima Biennale Wien. Updates hierzu gibt es im Rahmen einer Pressekonferenz im Frühjahr 2025.
Details zum Programm und Pressefotos finden Sie HIER.'
Weitere Informationen:
KunstHausWien
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![Mika Rottenberg, Cosmic Generator, 2017 (video still) © Mika Rottenberg, Courtesy the artist and Hauser & Wirth](/tools/uploads/58344.jpg)
![Julius von Bismarck, We Were All Naked (Elephant Ear), 2023; Courtesy: Julius von Bismarck; alexander levy, Berlin; Sies + Höke, Düsseldorf © Julius von Bismarck; VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Tino Kukulies](/tools/uploads/58345.jpg)