Wien Holding News
Medea ab 17. März 2026 in der Kammeroper
Das Musiktheaterprojekt mit Texten von Euripides, Franz Grillparzer u. a. und Musik von Georg Friedrich Händel, Marc-Antoine Charpentier u. a. feiert am 17. März 2026 Premiere in der Kammeroper der Vereinigten Bühnen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding.
Dirigent Benjamin Bayl und die Berliner Regisseurin Corinna von Rad erarbeiten gemeinsam in der Kammeroper das Musiktheaterprojekt Medea. Mit Musik von Georg Friedrich Händel, Marc-Antoine Charpentier u.a. zeichnen sie ein Portrait der mythenumwobenen Außenseiterin, wie sie im Jahr 2026 aussehen könnte.
Ein anderer Blick auf eine verschriene Figur
Kindsmörderin, Rächerin, Diebin – unter den Frauenfiguren der antiken Mythologie gehört Medea zu jenen, die im Laufe der Jahrtausende am meisten Ablehnung und Verurteilung erfahren haben. Dabei opfert die kolchische Prinzessin ihrer Liebe zum Griechen Jason fast alles: Sowohl ihre Familie als auch die Heimat muss sie zurücklassen, als sie ihm hilft, das goldene Vlies zu rauben. Auf der langen Flucht durch den Mittelmeerraum werden zwei Kinder geboren. In Korinth, wo man der Familie Asyl gewährt, verlässt Jason Medea zugunsten seiner Jugendliebe. Die tief getroffene Medea tötet daraufhin die eigenen Kinder.
Nachdem die Barockoper Medea meist als rasende Furie dargestellt hatte, ergriff um 1820 Franz Grillparzer in seiner Trilogie Das goldene Vlies Partei für sie, und spätestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts wagt die Kulturgeschichte einen anderen Blick auf die bis dahin verschriene Figur: So wurde etwa angeprangert, dass ihre Geschichte stets aus männlicher Sicht erzählt wurde, in der eine die maskuline Welt ins Schwanken bringende Figur naturgemäß nicht ohne Vorurteile dargestellt wurde. Gemeinsam mit Dirigent Benjamin Bayl geht die Regisseurin Corinna von Rad dem Mythos auf den Grund und fragt, wie eine Medea-Erzählung anno 2026 aussehen kann. Auf der Basis der zahlreichen – vorwiegend barocken – Vertonungen und Theatralisierungen des Stoffs entsteht ein Abend, der auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen ins Visier nimmt.
Premiere
Dienstag, 17. März 2026 um 19.00 Uhr
Termine
Donnerstag, 19. März
Samstag, 21. März
Montag, 23. März
Donnerstag, 26. März
Samstag, 28. März
Montag, 30. März
Mittwoch, 1. April
jeweils um 19.00 Uhr in der Kammeroper (Fleischmarkt 24, 1010 Wien)
Tickets
Tickets sind in an den Tageskassen der Theater der Vereinigten Bühnen Wien (Ronacher, Raimund Theater und Theater an der Wien) sowie online und bei Wien Ticket im Callcenter (01/588 85, Montag bis Samstag, ausgenommen Feiertage, von 8.00 - 20.00 Uhr), im Wien Ticket-Pavillon bei der Staatsoper (Herbert von Karajan Platz, 1010 Wien, Montag bis Samstag, ausgenommen Feiertage, von 10.00 - 19.00 Uhr), auf www.wien-ticket.at und in allen weiteren Wien Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
Weitere Informationen:
Theater an der Wien
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Wien Ticket
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